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Editorial zu Tattva Viveka 49

Liebe Leserinnen und Leser

ich möchte heute an dieser Stelle mal eine Lanze für die Wissenschaft brechen. Im Vorfeld zu dieser Ausgabe, im Verlauf der redaktionelle Arbeit zu dem Thema »Quantenphysik und Bewusstsein«, unterhielt ich mich hier und da mit Leuten aus dem spirituellen Umfeld und erzählte ihnen fasziniert von den Erkenntnisse der Quantenphysiker, die die Aussagen der spirituellen Traditionen und die Erfahrungen der spirituellen Praktiker bestätigen. Manchmal kam eine verständnislose Reaktion ob meiner Begeisterung, so nach dem Motto »Ist doch eh klar, dass alles Bewusstsein ist.« Was sei daran schon besonderes, wenn die Physiker nun mit mühseligen kleinsten Schritten endlich etwas beweisen, was jeder Esoteriker schon längst weiß. Wozu diese kleinen Schritte, wenn wir das doch im großen Wurf schon längst weit hinter uns gelassen haben? Daraus klingt dann auch eine leichter Unterton von Arroganz gegen diese unwissenden Wissenschaftler hervor, die noch in der materiellen Umnachtung gefangen sind.
Doch es gibt einen gravierenden Unterschied zwischen diesen beiden Formen des Wissens. Ich möchte zu bedenken geben, dass viele Menschen in den esoterisch-spirituellen Kreisen keine wissenschaftliche Ausbildung haben und demzufolge über etwas urteilen, was sie nicht kennen. Wissenschaft als überflüssig abzutun, ohne zu wissen, was es überhaupt ist, ist wenig überzeugend, finde ich. Da ich selbst eine wissenschaftliche Ausbildung an der Universität erhalten habe, weiß ich zumindest, was wissenschaftliches Arbeiten und Erkennen bedeutet. Ich möchte einfach nur bemerken, dass Wissenschaft ein Erkenntnisinstrument ist, das nach bestimmten Gesetzen funktioniert, die man im weitestens Sinne als die Gesetze des Denkens beschreiben kann. Wissenschaft bemüht sich um gesichertes Wissen, das von Glauben und Fürwahrhalten unterschieden wird. Wie kann ich als Mensch zu Erkenntnis und Wissen gelangen? Woher weiß ich, dass meine Erkenntnis richtig ist? Wissenschaft unterscheidet zum Beispiel streng zwischen Hypothese und Argument. Als Wissenschaftler muss ich eine Hypothese aufstellen, weil es nicht anders geht, weil so das Forschen funktioniert. Aber ich muss diese Hypothese als solche klar zu erkennen geben. Dann muss ich Argumente oder Beweise finden, die meine Hypothese belegen. Unwissenschaftliche Denkweisen vermischen öfters Hypothese und Argument. Man stellt eine Hypothese auf, z.B. »Bewusstsein bestimmt Materie«, und nimmt das in der Argumentation gleich als Beweis oder Argument. Hier wird dann Erkenntnis und Behauptung vermischt und nicht klar unterschieden. So bleiben die Aussagen im Bereich des Glaubens, und sind somit nicht bewiesen und sehr leicht angreifbar. Wir kommen so nicht aus dem Bereich der Beliebigkeit heraus.
Wissenschaft hat also eine bestimmte Arbeitsweise, in der Hypothesen echte Hypothesen, und Beweise echte Beweise sind. Wenn ein Wissenschaftler seine Hypothese nicht beweisen kann, gibt er sie ohne Zögern auf. Er identifiziert sich nicht mit einem Glauben. Somit ist er gegen Dogmatismus gefeit und vermag, objektive Erkenntnis zu erzielen, d.h. Erkenntnis, die keiner persönlichen Absicht untersteht. Gerade die wissenschaftliche Arbeitsweise ist somit Garant für das Finden von Wahrheit. Da Wahrheit genuin das Feld der Spiritualität betrifft, treffen sich hier Wissenschaft und Spiritualität in der innersten Essenz dessen, was den Menschen betrifft. Deshalb ist es ein Unterschied, ob die Wissenschaft das Bewusstsein beweist, oder ob wir einfach nur daran glauben.

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  1. 30. Oktober 2011 um 17:47

    Hallöken
    interessant, abe diese Klassenunnterscheidung, braucht man das?

    Gut find ich das die Wissenschaft es zu erklären und zu beweisen. Sicher gibt es auf beiden Seiten Leut die keine Ahnung haben. ABER es gibt auch welche die ES haben und meist ist es nicht dienlich damit zu hausieren oder dar zulegen. Ich verweise mal auf Quantec, die mich dem näher brachte sodaß ich es verstehen kann, dennoch benötige eine andere Form des verständnis. Nur was macht man mit dem Wissen, (ups wer ist den man) nun da ich ja das Geschenk des Heilen erfahren habe, so sollte ich schauen das ich als Kanal diene und dem entsprechend sauber sein muß, — Dies ist auch mit modernen Maschinen machbar nur der Hacken ist es ist eine Maschine, und es bedarf des göttlichen finger der diese startet. Wie ich später herausfand, gehts auch um das angeschlossen sein, das ist eine ebene wo viele menschen sich auf einem Level befinden, und so wie die Borgs (Raumschiff Enterprise) sich ein gruppengewissen bildet welches aber von der höchsten energie beeinflußt wird, das heißt aber auch, das ich z.b. keine Bücher bräuchte, um etwas zu erfahren, ich sende die Frage ab und bekomme dann Antwort. das können maschinen nicht, da gibts ne story von eiinem Bauer der die Maschine in anspruch nahm, und seinen Wunsch mitteilte, es klappte ja alles , die Ernte war groß, doch etwas war llustig, die Kartoffel waren alle meist in Herzform, darauf angesprochen, sagte der Bauer das er Liebe mit in sein gebet genommen hatte, naja, ne Maschine ist nicht die höchste spirituelle Energiy, dafür ist es aber lustig.

    Gruß Waldi der Assistent
    ohne korrektur lesen verschickt,

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  2. Ute-Maria Graupner
    30. Oktober 2011 um 16:59

    Offensichtlich müssen diese Worte noch immer formuliert werden und sind nicht selbstverständlich

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  3. Blitzbirnen Vereinigung Weltenweit
    30. Oktober 2011 um 10:52

    Danke Ron.
    Es tut gut so etwas zu lesen.
    Kennst Du das Buch:
    Die Philosophie der Freiheit
    und wenn ja; hast das eventuell als Grundlage dieser Zeilen genommen?
    Kommt mir so gerade jedenfalls vor.
    Ich persönlich hab’s mit dem Glauben nicht so – ist eine unsichere Sichtweise …
    Die Gnosis ist da Sicher ! 😉
    1 leichtes Grinsen huscht durch mein Gesicht …

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    • 30. Oktober 2011 um 23:29

      Hallo,
      diese Worte sind rein von mir, es hat kein Buch Pate gestanden. Meinst du das von Rudolf Steiner?

      Gruß Ron

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