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Die spirituelle Bedeutung von Geld

oder: wie man mit 4000€ eine Gruppe von Menschen an ihre Grenzen bringt.

 

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Vor einigen Jahren war ich einmal auf einem fünftägigen Seminar, wo es um die spirituelle Bedeutung von Geld ging. Eine Übung, die wir machten, bestand darin, dass die Seminarleiter eine Glasschüssel mit Geld vorne hinstellten. In dieser Schlüssel befanden sich 4000 € in zerknitterten Scheinen. Dadurch, dass die Scheine zerknittert waren, füllten sie die ganze Schüssel. Das Geld verschenkten sie. Die Übung bestand darin, dass man freiwillig vortreten konnte, um Geld aus der Schüssel zu nehmen. Die einzige Bedingung war, dass man offen sagte, wie viel und für was man das Geld haben möchte. Außerdem hatten die beiden Seminarleiter sowie alle Anwesenden das Recht zu sagen, ob das okay sei. Es zeigte sich im Lauf der Übung, die insgesamt drei Stunden dauerte, dass die Seminarteilnehmer, ca. 70 Menschen, emotional und energetisch voll in ihre Prozesse kamen und jeder sofort spüren konnte, welche Motive hinter dem Geldwunsch steckten und ob dieser Betrag, den die jeweilige Person nehmen wollte, stimmte.

Es war erschütternd festzustellen, wie viel Schmerz und Scham mit diesem Thema verbunden sind und wie tief das Thema Geld in die eigene Bedeutung als Seele, als Person und als Mensch hineinragt. Es ist unmittelbar verbunden. Die Menschen standen teilweise vorne und zitterten, weinten oder brachen zusammen, wenn sie sich mit ihrem Wunsch zeigen mussten. Der Wert des Geldes war unmittelbar mit ihren Selbstwert verknüpft. Das Geld wurde tatsächlich verschenkt. Es war kein Spiel und keine Simulation. Dadurch nahm die Übung einen sehr existenziellen und ernsten Charakter an. Hier kamen alle Schatten hoch, die die Menschen hatten, aber auch ihre reine Freude, wenn sie das Geld bekamen und sich nun einen besonderen Wunsch, wie z.B. ein Kleid oder eine Reise erfüllen konnten.

In der Schüssel war ein 500 € Schein, mehrere Hunderter, ansonsten Fünfziger, Zwanziger und Zehner. Je kleiner der Betrag, umso mehr Scheine waren darin. Viele wollten so ca. 20-30 € haben. Sie sagten, sie wollten sich einen kleinen Wunsch erfüllen, oder für ihre Kinder etwas kaufen oder Ähnliches. Ein Mann wollte 100 €. Er war der Egoist in der Gruppe. Er ging nach vorne, brachte seine Erklärung vor, die ziemlich selbstherrlich war, und nahm sich Geld aus der Schüssel. Niemand der Anwesenden klatschte oder fühlte Zustimmung. Es herrschte ein betretenes Schweigen im Raum, als er sich das Geld nahm. Die Seminarleiter, die in der Regel ihr Feedback gaben, sagten nichts. Am Ende der Übung, zwei Stunden später, trat er jedoch vor und sagte, dass er sich sehr schlecht fühle und das Geld zurückgeben möchte. Er hatte seine egoistische Haltung erkannt und erklärte, dass er es getan hatte, weil er seinem Sohn gegenüber den starken Mann markieren wollte. Er fühlte aber jetzt, dass es nicht stimmig war. Nachdem er Zeuge der ganzen anderen Prozesse geworden war, wo die Menschen um ihren ehrlichen Wert gerungen hatten, ging es im so schlecht, dass er es nicht aushalten konnte. Er musste das Geld zurückgeben, das war ihm ein dringendes Bedürfnis und er entschuldigte sich vor der versammelten Gruppe.

Der 500 € Schein lag sehr, sehr lange in der Schüssel und niemand traute sich, ihn zu nehmen. Irgendwann trat eine Frau vor. Sie erklärte, dass sie als Kind nie Taschengeld bekommen hatte, aber von ihrem Vater für kleine Arbeiten bezahlt wurde und er ihr die Groschen in einer mahnenden Weise vorgezählt hatte, was sie sehr beschämte und erniedrigte. Sie wollte Geld nehmen, einfach um mal etwas zu bekommen, ohne dafür etwas leisten zu müssen. Der Seminarleiter fragte sie, wie viel sie denn nehmen möchte. Es wurde deutlich, dass es hier um ihren Selbstwert ging, der in ihrer Kindheit schon verletzt worden war. Sie war sehr unsicher und hatte Tränen in den Augen. Sie zögerte und traute sich nicht an die Schüssel zu treten. Der Seminarleiter musste sie mehrfach auffordern, aber sie konnte keinen Betrag nennen. Schließlich musste sie sich direkt vor die Schüssel stellen und nahm schließlich einen 20 € Schein. Alle im Raum waren sehr betroffen. Waren es 20 €, die sie sich wert war? Hatte sie so viel Angst und Scham, sich mehr zu nehmen, wenigstens 50 € oder vielleicht 70 €? Sie zitterte und weinte. Der Seminarleiter trat zu ihr, nahm sie in die Arme, griff in die Schüssel und gab ihr den 500 € Schein. Da brach sie zusammen. In dieser Geste verdichtete sich das ganze Leiden ihres Lebens, die Erniedrigung als kleines Kind und ihr Leben als Frau, die nie die Chance hatte, Selbstwert zu entwickeln. Es war wirklich bestürzend, welche Kraft das Geld hatte und wie stark es in den Selbstwert der Menschen eingriff.

Illustration005Es gab viele dieser erschütternden Begebenheiten. Es wurde klar, dass jeder mit diesem Vortreten und Nehmen des Geldes seinen eigenen persönlichen Wert erklären musste und direkt an seinen Schatten kam. Er musste für seine Vision, seine Werte und seine Bedürfnisse geradestehen, und alle diese Gefühle von Scham, Angst und Schmerz kamen hoch. Mir wurde klar, wie unmittelbar Geld mit unserem Selbstwert verbunden ist. Es war unmittelbar fühlbar und existentiell, obwohl es hier nicht einmal darum ging, das eigene Geld herzugeben, sondern darum, geschenktes Geld zu nehmen. Man konnte nicht verlieren, nur gewinnen. Aber es war so real und niemand konnte sich der existentiellen Berührtheit entziehen. Alle Themen von Selbstwert, Verdienst, Gerechtigkeit, Ehrlichkeit und Wahrheit kamen direkt in Sicht. Niemand konnte sich dieser blutigen Realität entziehen.

Wir Menschen haben das Geld geschaffen, und ich glaube, es war ursprünglich genau dieser unmittelbare Ausdruck unseres eigenen Wertes, unseres Vermögens, unseres Verdienstes von dem, was wir mittels unserer kreativen schöpferischen Kraft, mittels unserer Spiritualität erschaffen haben. Nur weil das Geld so wirksam ist, wurde es im Laufe der Geschichte so massiv missbraucht und dazu benutzt, Menschen zu quälen, zu erniedrigen und zu vernichten. Im hellen Spiegel jedoch ist das Geld tatsächlich ein Ausdruck unserer Wertschätzung und unserer gegenseitigen Liebe. Das Geld ist jedoch unbewusst oder auch bewusst extrem negativ besetzt, weil es so massiv missbraucht wurde und im dunklen Spiegel verwendet wurde und wird. Wir können den positiven Ausdruck des Geldes nicht erkennen, geschweige denn fühlen.

Es wird nicht ausreichen, diese negative Haltung gegenüber Geld zu kultivieren und als Ultima Ratio, als letzte Schlussfolgerung zu etablieren, indem wir Geld ablehnen, das Geld abschaffen wollen oder einfach planlos verschenken, als ob es keinen Wert hätte. Es war in der Übung deutlich fühlbar, dass es einen stimmigen Betrag gibt, der für den Menschen und sein jeweiliges Anliegen in dieser Situation der richtige ist. Dies war wirklich ein Abwägen von der genauen Anzahl an Euros. Teilweise spürten wir, wie die Person, die vorne stand, zu wenig nahm. Sie schätzte ihren Wert zu niedrig ein. Meistens war es so. Bei manchen konnten wir spüren, das stimmt. Und es gab wirklich nur einen von 70 anwesenden Personen, der sich deutlich über Wert bedient hat, wie oben beschrieben. Es ist notwendig, diese Beziehung zum Geld zu heilen und sich den eigenen Schatten diesbezüglich anzuschauen. Erst wenn das Geld wieder im hellen Spiegel als Ausdruck unserer gegenseitigen Liebe und Wertschätzung gehandelt wird, können wir von einer Heilung sprechen.

Es zeigt sich bei näherer Untersuchung der Kategorien und Begriffe der monetären Sphäre, dass alle Begriffe, die es im Finanzbereich gibt, auch zugleich sehr tiefe emotionale und spirituelle Kategorien benennen. Zum Beispiel der Begriff des Erlöses. Finanziell ist der Erlös der Gewinn, den das Geschäft abwirft. In der spirituellen Sphäre ist es die Erlösung, das höchste Ziel des gläubigen Menschen. Auch der Begriff der Zuwendung, finanziell die Bezahlung für eine Leistung, ist in der emotionalen, inneren Welt des Menschen eines der elementaren Grundbedürfnisse überhaupt: die Liebe und Zuwendung, die wir von anderen Menschen bekommen. Der Begriff Verdienst bzw. verdienen bezeichnet ein ökonomisches Verhältnis, das im Begriff des Dienens in der spirituellen Sphäre als Gottesdienst und Diener Gottes die höchste Schlussfolgerung einer spirituellen Identität darstellt. Es zeigt sich in unserem Gewissen, dass wir etwas, dass wir nicht verdient haben, nicht mit gutem Gewissen nehmen können. Wir werden daran keine Freude haben. Und es scheint so zu sein, dass alle diese Dinge zu ihrem gerechten Ausgleich drängen. Auch der Begriff der Schuld, im Finanzbereich die berüchtigten Schulden, ist in der moralischen, ethischen, emotionalen und im Sinne der letztgültigen Wahrheit auch in der spirituellen Sphäre von unverzichtbarer Bedeutung und nicht reduzierbar. Viele Menschen versuchen, Schuld generell als nicht existent zu deklarieren. Ich denke, dass derartige Manöver der Erkenntnis der Wirklichkeit und dem, was wirkt, keinen guten Dienst erweisen. Zu viel Schmerz, Verletzung und Beschämung wurden durch die Kategorie der Schuld über die Menschen gebracht. Man möchte davon nichts mehr hören. Aber das ist nicht die Lösung. Gerade weil die Schuld eine dermaßen wirksame Kraft ist, wurde sie missbraucht. Aber zugleich ist sie der Weg zur Erlösung. Das haben natürlich die alten Religionen erkannt, gerade das Christentum hat zu diesem Bereich tiefe Erkenntnisse. Es ist vielleicht angemessen, von einer Ökonomie der Ethik zu sprechen. Wir können diese Kräfte nicht benutzen, ohne den Preis dafür zu zahlen. Alles drängte zum Ausgleich und zur Vergeltung (›vergelt‘s Gott‹).

Weitere Begriffe sind zum Beispiel der Kredit, von dem lateinischen Wort credere = glauben. So sprechen wir heute noch davon, in Misskredit zu geraten, als unseren Ruf und unsere Glaubwürdigkeit zu verlieren. Kredit im spirituellen Sinn müsste also der gute Ruf oder die Glaubwürdigkeit sein, was noch das englische ›credits‹ belegt, was u.a. Ehre  oder Anerkennung bedeutet. Auch die Copyright-Quellen heißen im Englischen credits, also die Ehre der Urheberschaft.

Illustration004Auch das Wort ›reich‹ ist von universaler Bedeutung. Als ›Reichtum‹ ist es in der monetären Sphäre das höchste Ziel. In der Philosophie und Metaphysik ist es als ›erreichen‹ oder ›reichen‹ der Ausdruck einer Erfüllung, Zielerreichung, Vollkommenheit, als ›Reich Gottes‹ sogar der Name des absoluten Ortes.

Die beiden Sphären des Geldes und der Spiritualität greifen unmittelbar ineinander. Wahrscheinlich sind sie in der Urzeit auseinander hervorgegangen. Geld als abstrakter Wertindikator und Sprache1 ist der nach außen manifestierte Ausdruck unserer inneren Werte sowie der realen Kräfteverhältnisse. Wir haben als spirituelle, lebende Wesen Kraft. Diese Kraft kann etwas erschaffen, schöpfen. Sie kann aber auch zerstören. In der sozialen und kollektiven Wirklichkeit der Vielzahl der Subjekte, also der lebenden, mit schöpferischer Kraft ausgestatteten Wesen, ist die energetische Ökonomie von Schuld und Verdienst, von Soll und Haben das objektive Regulativ, um Ausbeutung und Übervorteilung bzw. Benachteiligung auszugleichen. Es muss am Schluss immer Null herauskommen. Alle Schulden müssen getilgt sein, jeder Verdienst muss ausgezahlt werden. Wir zählen unser Geld, aber wir suchen auch nach der Wahrheit, nach dem, was wirklich zählt. In der tiefsten spirituellen Verquickung von Geld und Seele enthüllt sich die reale Struktur der Wirklichkeit.

Durch die Verschleierung dieser Wahrheit in der Ideologie ist dieses Wissen verloren gegangen. Es wurde verschleiert, um die Macht zu erhalten und den Ausgleich der Schuld, die die Ausbeuter auf sich geladen haben, zu verhindern. Nach der Ausbeutung haben die Ausbeuter auch noch die Unwissenheit in die Welt gebracht. Wenn wir heute als Vertreter der emanzipativen Kräfte das Geld oder die Ökonomie ablehnen, beteiligen wir uns selbst an der Verschleierung und befinden uns in Unklarheit über die wirkliche Struktur der energetischen Verhältnisse. Es ist durchaus möglich, kein Geld zu brauchen oder sich dafür nicht zu interessieren. Das ist aber etwas anderes als das Geld abzulehnen. Durch diese ideologische Verschleierung ist auch sehr viel geistige Unwissenheit über die Menschen gekommen. Sie können den Aufbau des Lebens nicht mehr verstehen.

Der innere Zugang zu dieser Sphäre erfolgt über das Gefühl. Es handelt sich hier um ein gereinigtes, vom Schatten befreites Gefühl unseres wahren Selbst. Der Umgang mit dem Geld wurde im kollektivrechtlichen, mythischen Zeitalter auf äußere, formale Strukturen ausgelagert. Es wurden Finanzgesetze, Verträge und Regeln etabliert, um den Geldverkehr zu regulieren. In einer befreiten Herangehensweise an das Geld müssen wir uns dieser tiefen Verquickung von Geld und Seele sehr bewusst sein und ein Gefühl dafür entwickeln, was ein gerechter Austausch ist. Es fühlt sich stimmig an, es stimmt. In der Finanzwelt ist es die Rechnung, die stimmt. In der spirituellen Sphäre ist es die Wahrheit, die stimmt und ein Gefühl der Stimmigkeit vermittelt. Dann sind auch die Saiten richtig gestimmt und das Instrument klingt im richtigen Ton. Die Sphäre des Handels und seiner Sprache des Geldes betrifft die energetische Spannung zwischen Geben und Nehmen. Beides hat seine Berechtigung und beides gibt es im hellen und im dunklen Spiegel. Und von beiden gibt es jeweils einen aktiven und einen passiven Modus. Sehr angesehen in unserer heutigen Gesellschaft ist das aktive Geben und das passive Nehmen. Sie sind im hellen Spiegel. Im dunklen Spiegel befinden sich das passive Geben und das aktive Nehmen. Wie sich in der Übung gezeigt hat, fiel es den meisten Menschen sehr schwer, das Geld zu nehmen, weil sie dann an ihren Minderwert kamen. Sie hatten es nicht verdient, glaubten sie. Dieses Nehmen dessen, was ich verdient habe oder wozu ich berechtigt bin, ist aktives Nehmen. Passives Nehmen ist dieses Hinnehmen, Sich-fügen. Aktives Geben ist Gutes-tun, Spenden oder Leistungen geben. Auch Befehle geben oder Ratschläge geben gehören zum aktiven Geben. Passives Geben ist die Hingabe, das Aufgeben des falschen Egos, also das Abgeben dessen, was nicht meins ist.

Um in diesem Gefühl sicher zu werden, müssen wir unsere dunklen Anteile ins Licht bringen. Um fühlen zu können, was der stimmige Tausch ist, brauchen wir auch die Fähigkeit des aktiven Nehmens, also ein aus einem gesunden Selbstwert und aus Selbstliebe hervorgehende Fähigkeit, das, was mir zusteht, auch zur Sprache bringen und dann nehmen zu können, wenn die anderen einverstanden sind. Wir brauchen außerdem ein Gefühl, das vom Egoismus gereinigt ist, also eine verwirklichte Form der Hingabe und Selbstlosigkeit darstellt, eine Fähigkeit sich hinzugeben, sich zu geben.

Alle diese Kategorien wurde durch die Ideologien der Herrschenden verdreht und auf den Kopf gestellt. Im klaren ideologiefreien Blick ordnen sich all die alten ewigen Kategorien neu in ihrer wirklichen Konstellation. Nichts geht verloren, es wird nur umgedreht und in die ewige Ordnung der Wahrheit gebracht. Dies ist die Aufgabe einer ideologiefreien spirituellen Wissenschaft, die die getrennten Sphären wieder in Verbindung bringt und die Einheit des Menschen als leibseelische Entität wieder herstellt. Wir erhalten wieder das GANZE BILD.

1 Zur Kategorie der Sprache: Diese wird hier im Sinne Walter Benjamins verwendet, siehe: »Über die Sprache des Menschen und Sprache überhaupt« (1916). Geld ist in diesem Verständnis das Ausdrucksmittel und der Code, in dem wir unsere Werte kommunizieren.

Anmerkung: Mittlerweile ist eine wesentlich längere Fassung des Artikels mit vielen weiteren Aspekten in der Tattva Viveka 59 erschienen. Sie können den Text hier anlesen: http://www.tattva.de/die-spirituelle-bedeutung-von-geld/. Die vollständige Fassung kann als pdf zum Preis von 2,00 € heruntergeladen werden.

© Bildnachweise:

Das wunderschöne Titelbild ist von Cameron Gray aka paraplev:
http://parablev.deviantart.com/

Das 2. Bild ist von Pavyan Khosravi:
http://farbods.wix.com/pineal-visions#!__pinealvisions

Das 3. Bild ist von Aaron Pyne:
http://www.sacredvisiondesigns.com/visionary-art-show-2003-2006/

  1. Luna
    1. Februar 2016 um 11:39

    Hallo,
    dieser Text kam heute zu mir, obwohl ich die Worte Spiritualität und Geld schon mehrfach „gesucht“ habe. Eine sehr interessante, aufschlußreiche Schilderung.
    Ich kenne (was heißt schon kennen) einen sehr spirituellen Menschen, mit allen (!) Sinnen auf das Feinste justiert.
    Schon immer gibt er alles was er hat an andere Menschen, weil er es erkennt, es sieht, es spürt, alles ein Ganzes ist.
    Er rät ihnen, hilft ihnen mit seinen Gaben, mit allem, was er zur Verfügung stellen kann. Er selbst nimmt Armut in Kauf und Anfeindungen der Menschen, auch von denen, denen er hilft, Lügen, Unehrlichkeit, Abwertung.
    Die Menschen nehmen auch alles, wobei ihnen der Umfang von „alles“ gar nicht bewußt ist, bewußt sein kann, weil sie gar nicht dieses Verständnis von etwas Ganzem haben (können).

    Wie kann man das, was er gibt in monetären Gegenwert setzen? Das ist mit Geld nicht zu erfassen.
    Die Menschen brauchen einen Wert, eine Kategorie, eine Schublade, um Dinge für sich erfassbar zu machen.

    Das ist ja nicht nach 1 Std. Beratung ´erledigt´, es ist ein Ganzes.
    Wie soll so ein spiritueller feiner Mensch in der ursprünglichsten Bedeutung des Wortes (s)einen Wert erhalten? Er erhält ihn ja nicht über das Geld. E r braucht kein Geld.
    Natürlich braucht er Geld um in dieser Welt zu leben, aber e r braucht kein Geld.

    So ein Mensch hat so ein armes Leben nicht verdient, wobei dieser Mensch nicht arm ist. Die Lebensumstände sind arm.
    Wir brauchen solche Menschen, was bleibt sonst?
    …….Liebe Grüße
    Luna

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    • 4. Februar 2016 um 12:35

      Liebe Luna,
      genau, er hat dieses arme Leben nicht „verdient“. Er wäre es wert, gut zu leben.
      Danke für Dein Lesen.
      herzlichst
      Ronald

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  2. 27. Januar 2015 um 16:50

    Der Bericht über das Experiment hat mich sehr berührt.

    Als ich zunächst von der Schüssel mit den 4.000 Euro gelesen habe, war ich auf die Reaktionen der Seminarteilnehmer gespannt. Wer traut sich wie viel herauszunehmen? Traurig gemacht hat mich die Frau, die weinend zusammenbrachm als sie die 500 Euro bekam, die sie sich nie getraut hätte, zu nehmen. Das zeigt, dass Geld nicht nur etwas Materielles, Notwendiges ist, sondern dass das Verhältnis zum Geld auch viel über die Persönlichkeit, unser Selbstwertgefühl aussagt. Das Seminar war für alle Beteiligten also auch ein emotionales Erlebnis.

    Ich weiß nicht, wie viel ich aus dem Glas genommen hätte. Nimmt man zu viel, schämt man sich und möchte nicht als gierig empfunden werden. Besonders, wenn andere Teilnehmer sich für einen kleinen Betrag entscheiden. Wahrscheinlich hätte ich mich für einen „normalen“ Betrag zwischen 20 und 50 Euro entschieden.

    Ich werde auf jeden Fall öfter auf dem Blog vorbeischauen, die Themen sind wirklich sehr interessant und regen zum Nachdenken über sich selbst an.

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    • 27. Januar 2015 um 19:47

      Genau so ist es. Geld ist ein hoch emotionales Thema. Danke für’s Vorbeischauen. 🙂

      Gruß Ronald Engert

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  3. 9. Oktober 2014 um 09:00

    Wirklich sehr interessant geschrieben. So kann man das ganze Thema auch mal von einer anderen Seite betrachten.

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  4. Gabriele
    1. Oktober 2014 um 23:26

    Interessanter Blog, danke dafür. Welches Verhältnis wir zum Thema Geld haben liegt m.E. wohl auch darin begründet wie wir mit der eigenen Situation umgehen. Ob man seine Lebenssituation (ob nun arm oder reich) ganz einfach akzeptiert und für sich annimmt (versucht das Beste daraus zu machen) oder dagegen ankämpft und seinen inneren Frieden findet oder auch nicht. Wenn man seine Einstellung ändert bekommt man einen anderen Blickwinkel und vielleicht findet man dann einen Weg aus einer verfahrenen Situation heraus. Für mich selbst ist Geld weder positiv noch negativ besetzt. Es ist für mich ganz einfach nur Mittel zum Zweck. Zudem war ich von jeher überzeugt, dass mir „das Schicksal“ alles Notwendige schenkt was ich brauche und nehme dieses Geschenk dankbar an. Es gibt Worte wie es ist genug, ich bin dankbar für das was ich besitzen darf … manchmal ist weniger mehr, ein Problem ist, dass das wohl einige vergessen haben. Aber es heißt auch z. Bsp. in der Bibel z. Bsp., dass wir Leben in Fülle und Überfluss haben sollen … ich denke das schließt auch materielle Dinge mit ein. Die negative Sichtweise von Reichtum setzte sich wohl erst später durch …

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    • 2. Oktober 2014 um 10:04

      Hallo Gabriele,
      danke für Deinen Kommentar. Geld ist Mittel und nicht Zweck, ja. Und Deine Einstellung, dass genug da ist: Ja, ich schreibe in dem Artikel (es gibt eine Langversion in der Tattva Viveka (http://www.tattva.de/die-spirituelle-bedeutung-von-geld/), dass Geld ursprünglich wohl sogar ein Ausdruck der Liebe war. Wäre ja mal ne spannende These, Geld so zu betrachten. Klar, wurde und wird es missbraucht. Alle wertvollen Dinge werden missbraucht.
      Gruß Ronald

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  5. luca
    19. Juli 2014 um 14:27

    Hallo,

    zunächst möchte ich dir feedbacken, dass mich das Foto deiner Gottheiten-Statue sehr berührt, sie lebt und strahlt und eure innige Beziehung zueinander ist sehr klar zu sehen!

    Danke für den Beitrag zum Thema Geld, es beschäftigt mich persönlich seit einigen Jahren sehr und ich suche schon seit Längerem nach Verstehen und Lösungen. Ich würde mich sehr freuen, wenn du mir deine Sichtweise schilderst.

    Als Kind, Jugendliche und junge Frau übte ich mich stets in Einfachheit und Verzicht. Ich war die Jüngste von drei Mädchen, mein Vater war Alkoholiker, meine Eltern bauten sich mit harter Arbeit sehr viel auf, teilweise wollte ich von ihnen kein Geld nehmen, weil ich den Materialismus ablehnte, wo doch emotional so viel schief ging bei uns, das Ganze aber hinter einer perfekten Fassade versteckt wurde. Teilweise gab es für mich auch nur begrenzt Geld, vielleicht auch weil meine Eltern schon davon ausgingen, dass es mir eben nicht wichtig ist. Gleichzeitig zahlten sie mir zb meine Yoga-Ausbildung und unterstützen mich, auch während meines überlangen uNI-Studiums, in einem Ashram wohnen zu können. Im Nachhinein denke ich mir aber, dass ich als Kind glaube ich sehr früh beschloss, dass für mich eben nichts mehr da ist und ich nach außen freiwillig, im Inneren aber aus der Bereitschaft, zu kooperieren und meinen Eltern keine Last zu sein, früh den inneren Hahn abdrehte.

    Ich ging den spirituellen Weg, wollte schon Nonne werden, als ich mich – unglücklich – verliebte und beschloss, doch ein „ganz normales“ Leben zu führen. Meine erste ungewollte Schwangerschaft trieb ich ab, mein Partner wollte kein Kind und ich fühlte mich alleine zu schwach. Meine 2. ungewollte Schwangerschaft wollte ich abtreiben, doch dieser Partner wollte das Kind und sehr bald konnte ich dem auch voll zustimmen. Ich trennte mich von diesem Mann. Meine dritte, trotz sicherer Verhütung entstandene Schwangerschaft wollte ich austragen, mein Partner zuerst nicht und dann doch. Trotz ganz vieler Bemühungen, Therapie, Mediation, … war die Zeit unserer Partnerschaft voller Gewalt, Streitereien, Krankheit – ich trennte mich. Und trotz weiterer Versuche und Bemühungen endete das ganze auch vor Gericht in einem Obsorgestreit. Was ich konnte, habe ich getan, um das Bestmögliche zu machen, bin daran fast ausgebrannt. Jetzt glätten sich die Wogen allmählich wieder, langsam.

    Parallel zu diesen intensiven Beziehungs – und Trennungsjahren, zu der Situation, alleinerziehend zu sein hatte ich einmal Geld geerbt. Ich machte von diesem Geld sehr viel Therapie, konnte mein Kind in eine gute Schule geben und mein Leben als Alleinerziehende gut bewältigen. Durch die weitere Schwangerschaft, Trennung und die materielle Instabilität beider Väter meiner Kinder wurde meine finanzielle Situation wieder schlimmer, ich stand quasi vor dem Nichts.

    Gleichzeitig verkaufte meine Mutter ihre Villa. Sie tat mir leid und ich fühlte sehr mit ihr mit, half ihr. Gleichzeitig sah ich auch Hoffnung, dass jetzt sie mir finanziell helfen könnte. Ich bat sie wieder und wieder um Geld und Unterstützung und tue es auch heute noch. Meine Mutter schwankt dabei hin und her zwischen Geben und doch die Grenze wollen. Ich fühle mich einerseits dankbar, habe aber gleichzeitig keinen Boden unter den Füssen, weil alles, was ich jetzt habe, geborgt, erbettelt, erlitten und auch von der Bank geliehen, also geschuldet ist.

    Ich fühle mich einerseits gut, weil ich wirklich in meinem Tempo Schritte gehen kann, mein Leben und die Absicherung der Kinder in den Griff zu bekommen, Wohnung, Essen Beruf, ja sogar Urlaub sind wieder möglich, gleichzeitig fühle ich mich schuldig, frage mich, ob ich zu viel verlange, ob ich mich vielleicht so nicht im Status quo halte. Ich fühle mich manchmal dabei in einer kindlichen Situation und hasse meine Mutter immer wieder auch, weil ich mich von ihr abhängig fühle. Denn inerlich ändert sich an meinem Gefühl zu ihr nicht viel, ich fühle nicht mehr viel für sie. Hatte mein Leben lang sehr viel für sie empfunden und damals, als sie die Villa verkaufte und völlig blind für meine Situation war, sind diese Gefühle erstarrt.

    Es ist unangenehm und ich wünsche mir so sehr, da klarer zu werden. Ich suche nach meiner Schuld, meiner Verantwortung, nach Lösungen, nach Gewissheit. Bei dem Seminar hätte ich das Experiment gewagt, mir alles nehmen zu wollen und dazu gleichzeitig noch zu sagen – es ist nicht genug für all das, was ich brauche – und gleichzeitig hätte ich mich wahnsinnig dafür geschämt. Ähnlich fühlt es sich an: jeder Euro fühlt sich an wie ein Tropfen auf dem heißen Stein, weil das Leben mit Kindern einfach so viel braucht und ich auch nicht mehr am materiellen Rand leben will und kann.

    Soweit ein kurzer Einblick in dieses Gefühls-Wirrwarr … ; )

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    • 25. Juli 2014 um 09:09

      Liebe Luca,

      vielen Dank für deinen ehrlichen und berührenden Bericht über dein Leben. Dazu wäre sehr viel zu schreiben. Vor allen Dingen möchte ich dich auf meinen Blogbeitrag „Vom Umgang mit innerer Leere“ (https://ronaldengert.com/2010/03/23/vom-umgang-mit-innerer-leere/) hinweisen. Dort gibt es sehr viele Kommentare von Leserinnen und Lesern, dir auch sehr ehrlich und sehr persönlich über ihr Schicksal schreiben. Dort habe ich auch schon sehr viele Antworten gegeben. Sicherlich wirst du dich in der einen oder anderen Geschichte wieder finden können und vielleicht auch mit einigen meiner Antworten dazu etwas anfangen können.
      Jetzt hier möchte ich vielleicht einen Aspekt anmerken: Verantwortung. Deine Geschichte von der Kindheit an hat mit Alkoholismus, Härte, Verzicht und Materialismus zu tun. Da hast du dir bestimmte Verhaltensweisen antrainiert, die nicht gesund sind. Du hast versucht, durch rechtes Verhalten andere zufriedenzustellen und dabei deine eigenen Bedürfnisse vernachlässigt. Du bist in vielfältige Abhängigkeiten geraten, von Männern und von deiner Mutter vor allen Dingen.
      Wie du selbst sagst, fühlst du kein Boden unter den Füßen, weil alles geborgt, erbettelt oder geliehen ist. Du schreibst, du fühlst dich schuldig und manchmal wie in einer kindlichen Situation. Dies unterdrückt sogar deine Gefühle. Du möchtest klarer werden und suchst nach deiner Schuld.
      Hier kommt das Thema Verantwortung ins Spiel. Bitte überlege dir, was deine Verantwortung als erwachsener Mensch ist. Es ist die Verantwortung jedes erwachsenen, gesunden Menschen, dass er sich materiell selbst erhält. Wenn du dennoch Unterstützung von anderen Menschen annimmst, solltest du dir darüber bewusst sein, dass dies ein Geschenk oder ein Liebesdienst ist. Ich glaube nicht, dass wir irgend einen Anspruch darauf haben, dass uns jemand materiell erhält, weder die Eltern noch der Staat müssen dies für uns tun. Wenn der Staat dies für uns tut aufgrund unserer sozialen Netze, sollten wir dafür dankbar sein und das nicht als selbstverständlich nehmen oder gar Ansprüche erheben und dann ärgerlich werden, wenn es nicht richtig funktioniert. Das gehört auch zur spirituellen Bedeutung von Geld.
      Natürlich hast du dich aufgrund deines Lebens und diverser ungünstiger Entscheidungen oder Handlungen in eine Situation manövriert, wo du in einer etwas verfahrenen Situation bist. Du bist nun allein erziehend mit drei Kindern und die Väter sind unzuverlässig oder bankrott, wenn ich das richtig verstanden habe.
      Wie auch immer, ich möchte dich ermutigen, wirklich ehrlich in die Selbsterforschung zu gehen und ganz viel darüber nachzudenken und nachzufühlen, was deine Verantwortung für dein Leben ist. Wenn du hier wirklich eine ehrliche Inventur machst, kannst du deine Opfersituation durchbrechen und in die Selbstermächtigung kommen. Angenehme Nebeneffekte davon sind, dass dein Groll und deine Verzweiflung aufhören und du wieder Selbstachtung bekommst.
      Therapeutisch sehr hilfreich ist in diesem Falle auch das 12 Schritte-Programm oder eine 12 Schritte-Klinik (Adula, Hochgrath-Klinik, Klinik Bad Grönenbach). Den ganzen Hintergrund der Situation zu verstehen, ist nicht trivial. Da muss man sich schon eine Weile damit beschäftigen und am besten Fachleute finden, die einem helfen können.
      Ich wünsche alles Gute und viel Erfolg

      Lieben Gruß
      Ronald

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  6. Oliver Sachs
    8. Juni 2014 um 09:00

    Wow, ich bin sehr beeindruckt. Ich finde, das ist ein sehr besonderes Experiment. Ich kann mir die Reaktionen gut vorstellen, und wäre sicher selbst an meine Grenzen gekommen. Die Erzählung hat mich sehr berührt. Danke für die Beschreibung.

    Die Interpretation im Artikel finde ich allerdings schwierig. Sie stellt ein sehr intuitives Gefühl der Angst vor Geld in Frage und berücksichtigt dabei nicht die innere Konstruktion von Geld, die notwendig zu den aktuellen Auswirkungen führt. Ein Kommentar erzählt davon: Gute Bezahlung gibt es vorwiegend für destruktive Auswirkungen, herzensangelegenheiten werden kaum ausreichend bezahlt. Das hat einen direkten Zusammenhang mit der Konstruktion des Geldes.
    Deswegen glaube ich, dass Angst gegenüber dem Werkzeug Geld in seiner aktuellen Form berechtigt ist und eine Ursache hat, die wir erkennen können und ernst nehmen sollten – ähnlich wie wir die Angst vor der Atomkraft ernst nehmen, wenn wir erkannt haben, dass sie lebensbedrohliche Gefahren mit sich bringt.
    Ich glaube, es ist auf persönlicher Ebene und für diesen Planeten sehr viel heilsamer, diese Angst wahrzunehmen, ihre rationalen Ursachen zu erforschen, sie als begründet zu bestätigen und ihr eine Basis der Erkenntnis zu geben.
    Michael Ende hat sich in seinem Buch Momo mit diesem Thema auseinandergesetzt. Ich habe hier einen kurzen Artikel darüber geschrieben:
    https://docs.google.com/file/d/0B7bzfbxsKA8SdVdmUkU1R3Y1N1E/edit?usp=docslist_api

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    • 8. Juni 2014 um 16:22

      Liebe Oliver Sachs,
      Danke für Ihren Kommentar. Momo habe ich vor ca. 30 Jahren mal gelesen, kann mich also jetzt nicht mehr an den Inhalt erinnern. Ihren kurzen Artikel habe ich mir angeschaut. Einerseits haben sie dort eine sehr negative Einstellung gegenüber Geld, die wesentlich ein moralisches Urteil beinhaltet. Andererseits schreiben Sie aber auch, dass im Geld eine große Chance liegt, „unseren Planeten in der Zukunft nachhaltig zu bewohnen und für unsere Kinder und Enkel zu bewahren.“

      Genau darum geht es mir auch. Mittlerweile habe ich eine wesentlich längere Version zu dem Text geschrieben, die in Tattva Viveka 59 erschienen ist. Ich füge den Link zu dem Artikel in den Blogbeitrag ein. Dort können Sie weiterlesen. Der vollständige Artikel ist jedoch kostenpflichtig. Er kostet Geld! Zwei Euro.

      Es würde mich freuen, wenn Sie den vollständigen Artikel lesen würden.

      Mit freundlichen Grüßen Ronald Engert

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  7. 6. Juni 2014 um 15:16

    Erst heute hatte ich ein Gespräch über Schuld. Ein Freund meinte, Schuld gäbe es gar nicht.
    (Da dreht sich bei mir immer schon der Magen um, weil ich mir natürlich wünschte, es wäre so und mein Magen mir halt immer was anderes mitteilte;)) Für mich stimmt es was Du schreibst: Viele Menschen versuchen, Schuld generell als nicht existent zu deklarieren. Ich denke, dass derartige Manöver der Erkenntnis der Wirklichkeit und dem, was wirkt, keinen guten Dienst erweisen. Zu viel Schmerz, Verletzung und Beschämung wurden durch die Kategorie der Schuld über die Menschen gebracht. Man möchte davon nichts mehr hören. Aber das ist nicht die Lösung.
    – Weg drängen, macht die Sache immer „schlimmer“. Denn was man nicht will, bekommt man – erst recht:)!
    Wenn es bei anderen Dingen gilt zu sagen, sieh in die dunkelste Dunkelheit, dort ist das Licht. Warum dann nicht bei „Schuld“ :)?! – Vergelt´s Gott, für diesen wunderbaren Beitrag!

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    • 8. Juni 2014 um 17:02

      Liebe Andrea, danke für deine Rückmeldung. Es freut mich, dass du das so empfindest wie ich. Es gibt wirklich viele Leute da draußen, die diese Dinge mental manipulieren wollen, zum Beispiel behaupten, dass es Schuld nicht gibt. Es ist besser, die Realität anzunehmen und zu verändern, als die Wahrnehmung der Realität zu verändern.

      Lieben Gruß
      Ronald

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  8. Jörg
    25. Januar 2014 um 18:51

    Lieber Ronald,

    danke für diesen erhellenden Artikel. Ich arbeite auch an der Heilung meiner Einstellung, Prägung und Umgang mit Geld. Würde mich sehr für das Seminar interessieren, von dem Du berichtest. Wir dies noch angeboten

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    • 23. Februar 2014 um 21:20

      Hallo Jörg,
      es wird in Deutschland nicht mehr angeboten. Nur noch in den USA.
      Gruß Ronald

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  9. yamuna
    13. Oktober 2013 um 15:13

    Lieber Ronald, ich bin auf Deine Seite gestoßen, als ich nach Sponsoren suchte…und nun lese ich hier schon den halben Tag und alles kommt mir so bekannt vor und grad habe ich den Artikel über das Geldseminar gelesen und mir laufen ununterbrochen die Tränen. Es ist grad so, als würde ich an diesem Seminar teilnehmen. Ich merke, wie ich zur „Leistung“ dressiert wurde und dass ich noch Lichtjahre von der Selbstliebe entfernt bin.

    Ich kann die Gruppendynamik die Du in Deinem Artikel beschreibst so gut nachvollziehen als würde ich mitten drin sitzen. Wenn ich mich in die Frau einfühle, die zusammenbrach als sie den 500 Euroschein erhielt, werde ich selbst ganz klein und traurig und merke, dass es mir haar genauso gehen würde. Irgendwas in mir zerbröselt grad bei der Vorstellung, in aller Öffentlichkeit Geld aus einer Schale nehmen zu wollen, alle gucken zu und hören mich eine Erklärung stammeln. Allein schon der Gedanke daran so im Mittelpunkt zu stehen, lässt mich zittern. Alles nur so in der Phantasie durchzuspielen, hat schon heilende Wirkung. Durch Deinen Artikel ist mir grad (wieder) klar geworden, dass ich das Thema Selbstwert noch mal durchleuchten muss, sicherlich nicht das letzte mal, sonst steuere ich mit meiner Panik vor finanziellem Mangel, einer irrationalen Todesangst, auf eine Situation zu, die ich nicht haben will.

    Und auch den Mann, der als Egoist auftrat, kann ich verstehen. Er hat vielleicht gedacht: „So, jetzt bin ich mal dran. Die andern sind mir jetzt grad mal wurscht, die „kapieren’ s“ sowieso nicht. Jetzt zeig ich’s ihnen, wies richtig geht“. Dieser Arroganz (die ich im Übrigen auch kenne) liegt auch ein tiefes Gefühl der Wertlosigkeit zu Grunde. Die Therapeuten hätten da vielleicht „ansetzen“ und ihn bewusst in seinen „Prozess schubsen“ können. Für mich ist auch schlüssig, dass die Gruppe dem Mann energetisch eine Grenze gesetzt hat. Unverschämtes Zugreifen erzeugt erst einmal Fassungslosigkeit, auch bei Therapeuten. Hut ab vor dem Mann. Er hat gefühlt, dass da etwas nicht stimmig ist und hat die Kraft aufgebracht, es in dieser großen Gruppe richtig zustellen.

    Egal welche Reaktion, ob Weinen und sich nicht trauen oder arrogante Unverschämtheit, beide Reaktionen kommen aus dem Gefühl der Wertlosigkeit.
    Ich hätte vielleicht den Vorschlag gemacht, die 4000 Euro durch die Anzahl der Personen zu teilen und jeder kann sich die 57 Euro nehmen… gleicher Wert für alle! *lach*

    Ich war auch 2mal in einer 12 Schritte Klinik. Kurz vor meinem ersten Aufenthalt habe ich „Gott“ gegoogelt. Ich hatte keine Ahnung! …überhaupt keine, das war 2004. Ich habe immer in der Wissenschaft gearbeitet, nein, „gebuckelt“. Seit meinem ersten Klinikaufenthalt hab ich dann kurzerhand das „Forschungsobjekt“ ausgetauscht, das Thema Chemie durch das Thema „ich“ ersetzt. Das ist viel spannender. Mein Leben hat sich auf den Kopf gestellt seitdem. Seit 2007 bin ich aus dem normal bürgerlichen Leben „ausgestiegen“, hab Wohnung und Job aufgegeben (geplant waren 1 oder 2 Jahre!) und nun bin ich grad in einem 3 Jahres Retreat. „So Yamuna, nun haben wir 2013 du bist inzwischen 53 und daddelst immer noch rum, hockst im Retreat, ohne was zu leisten. Du MUSS was TUN!“, so spukt’ s mir immer durch den Kopf. Aber, dass ich von früh um 6 bis abends um 8 und oft auch Nachts noch am „inneren arbeiten“ bin, übersehe ich gerne. Es kommt ja auch nichts Sichtbares raus, nicht einmal ein kleines Gehalt. Ich definiere mein Selbstwertgefühl immer noch über die äußeren sichtbaren Werte, die ich gerade jetzt nicht „schaffe“, darum trifft Dein Artikel bei mir so ins Schwarze. Tanpai Rinpoche, mein spiritueller Lehrer hier im Retreat, sagte vor kurzem zu mir: „You are a V.I.P…. yes, a very important person, very important for Germany.“, drückte mir ein Glas Wein in die Hand und lachte mich an. Ich hab ihn angeguckt, als spräche er mit der Person, die hinter mir saß. Natürlich habe ich das nicht annehmen können – den Wein schon, aber diesen Satz nicht. Rinpoche weiß, wo meine Schwachstellen sind.

    Aus tiefstem Herzen möchte ich Dir danken… Dein Artikel hat viel in mir ausgelöst. Das ist unbezahlbar.

    Gut, dass es Dich gibt!!
    …und mich auch.

    gute 24 Stunden.
    Yamuna

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    • 13. Oktober 2013 um 15:30

      Liebe Yamuna,
      danke für Deinen ehrlichen und berührenden Worte. Es freut mich sehr zu erfahren, dass mein Blog Dir hilft. Das ist schön 🙂
      Gruß Ronald

      PS: Yamuna ist übrigens mein Lieblingsfluss in Indien, weil dort Radha und Krishna ihr göttliches Spiel ausführen.

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    • 15. Oktober 2013 um 16:13

      Auch ich freue mich über Deinen ehrlichen und berührenden Beitrag, Yamuna. Ebenso über Deine Anmerkung, Ronald, zum Hintergrund von „Yamuna“… Offen- und unschuldig im Herzen sein lädt alles Gute ein… – eben Qualitäten wie Reichtum, Belebung = Im-Fluss-Sein, Dankbarkeit…
      Petra Isabell

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  10. 29. Juli 2013 um 14:46

    Vielen Dank für diesen tollen Artikel. Hat mich sehr bewegt und angesprochen.
    Gerne würde ich mehr über dieses Seminar erfahren. Weiß aber nicht, wie ich mit dir Kontakt aufnehmen kann?

    LG
    Robert

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  11. 3. Juni 2013 um 14:30

    Mit Freude greife ich auf, was Christine Dahrendorf kommentiert hat: „Ein großartiger Beitrag, eine absolut inspirierende Aktion mit fortwährender Ausstrahlung“… Trifft sich total mit meinem Inneren und wirkt daher auch in mir nachhaltig und bekräftigend weiter. Danke! Ich teile bei XING und bei Facebook. ღ

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  12. Digital Artworker
    24. Mai 2013 um 09:22

    Das wunderschöne Titelbild ist von Cameron Gray aka paraplev:
    http://parablev.deviantart.com/

    Das 2. Bild ist von Pavyan Khosravi:
    http://farbods.wix.com/pineal-visions#!__pinealvisions

    Das 3. Bild ist von Aaron Pyne:
    http://www.sacredvisiondesigns.com/visionary-art-show-2003-2006/

    Den Artikel mag ich unter diesen Umständen gar nicht mehr lesen. Denn wenn jemand meint, dass die spirituelle Bedeutung von Geld erlaubt, die Arbeit anderer zu benützen ohne diese wenigstens durch Namensnennung oder Link zu respektieren, dann interessiert mich gar nicht mehr, was der Schreiber zum Thema zu sagen hat. Es kann auf keinen Fall was Faires sein. Nur einer mehr, der sich im eigenen Glanze sonnt und Fans sammelt. (Womöglich, um Seminare zu verkaufen? Oder Bücher? Oder was auch immer … )

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    • 24. Mai 2013 um 10:20

      Hallo Digital Artworker,

      vielen Dank für die Links und die Hinweise, von wem die Bilder sind. Ich wusste das nicht und es stimmt, ich habe nicht gefragt, ob ich die Bilder verwenden darf. Das ist nicht ok. Ich bin dir sehr dankbar für die Quellenhinweise und habe sie entsprechend in den Blog eingefügt.

      Ich weiß leider nie, wie ich an die Informationen kommen soll, wer so ein Bild gemacht hat. Vielleicht kannst du mir da Tipps geben? Woher weißt du in diesem Fall die Namen von den Künstlern und ihre Webseiten? Die Bilder kursieren in Facebook oder sonstwie im Netz und es werden dort keine Quellen genannt.

      Aus deinem Kommentar entnehme ich, dass du mit deinen Bildern Geld verdienen möchtest. Das würde ich mit meinen Texten auch gerne. Aber ich werde niemanden daran hindern, die Information und das Wissen, dass ich in dem Text rausgebe, für sich zu verwenden oder ihm das verbieten.

      Danke für Deine Hinweise.

      Ronald Engert

      P.S: Dein anonymes Pseudonym hilft übrigens auch nicht gerade, eine Quelle angemessen zu recherchieren. Wenn ich „Digital Artworker“ in die Suchmaschine eingebe, kommen 50.400.000 Ergebnisse. Warum trittst du überhaupt anonym auf? Es scheint mir ein Widerspruch zu sein, wenn du gleichzeitig ermahnst, die Quellen richtig zu nennen. Auch die Domain deiner Email-Adresse existiert nicht, sondern führt auf GMX.

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  13. 22. Mai 2013 um 18:54

    Sehr interessanter Artikel. Danke dafür. ♥

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  14. 22. Mai 2013 um 14:06

    Ja, danke Ronald, das stimmt natürlich. . viele Facetten, Vielschichtigkeit.
    Betretenes Schweigen ist auch wiederum nur verständlich , denn Selbstherrlichkeit ist ja nun konträr zum Schuldigfühlen durchs Empfangen ohne Gegenleistung, und es zeigt,
    w i e wirkkräftig das ist und w i e unangenehm Menschen berührt werden davon.
    Der Überlebensmodus mit allen seinen Spielarten eignet sich wunderbar dafür,
    Menschen in jedwede Richtung zu verbiegen (manipulieren und kontrollieren mit anderen Worten).
    Nun: all das bröckelt und bröckelt. . . :)))
    Lieben Gruß

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  15. 22. Mai 2013 um 11:42

    Ich würde den Text, diesen Beitrag gerne auf meiner Internetseite: http://www.das-seelenhaus.de veröffentlichen. Natürlich nur mit Ihrem Einverständnis.
    Mit lieben Grüßen Sarah Angelika Olbrich

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  16. 22. Mai 2013 um 11:36

    Es ist das BESTE was ich über die Bedeutung und die Wirkung des Geldes auf uns und unsere Seele gelesen habe. Für mich war es sehr interessant die Emotionen zu spüren während ich den Text gelesen habe. Da sind ganz alte Schuldgefühle hochgekommen. Habe mich als Kind geschämt Geld entgegen zu nehmen. Es war nicht in Ordnung etwas zu empfangen ohne eine angemessene Gegenleistung erbracht zu haben. Mir sind beim Lesen so heftig die Tränen in die Augen gestiegen, dass ich für eine Weile eine Lesepause einlegen musste…..Da ist viel in Bewegung gekommen und es wirkt noch nach. Vielen Dank für den Text Herr Engert ♥

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  17. 21. Mai 2013 um 11:48

    Ein großartiger Beitrag, eine absolut inspirierende Aktion mit fortwährender Ausstrahlung- danke, hat mich tief berührt und begleitet mich ab jetzt-danke! Gerne würde ich ihn teilen, wenn Sie es mir erlauben. Herzliche Grüße, Christine

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    • 21. Mai 2013 um 16:59

      Hallo Christine,
      Sie können gerne den Link teilen.
      Und danke für die anerkennenden Worte 🙂
      Gruß Ronald Engert

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  18. 20. Mai 2013 um 23:17

    Danke für diesen Beitrag.
    Schwierig jetzt für mich nachvollziehbar, wieso dieser Mann, der sich die 100 Euro genommen hat, sich dann letztlich nur und einzig entschuldigt. Keine Freude bei niemandem, dass er sich erlaubt, 100 Euro zu nehmen. Das Motiv mag seine Selbstherrlichkeit gewesen sein, aber ich wette, wäre die Auswirkung dann Zurückhaltung gewesen in Bezug auf das Nehmen, das wäre leichter angenommen worden v. d. Gruppe. Ich fasse es nicht. Dass er seine Selbstherrlichkeit da erkannt hat, ja, das mag nicht leicht gewesen sein, dennoch: sich selbst zu verzeihen und sich dieses – letztlich nicht viele Geld – zu erlauben, wäre ein weiterer Schritt gewesen. Aber das wäre wohl zu viel auf einmal gewesen. Betretenes Schweigen finde ich genauso daneben. . regelrecht demoralisierend . . lieben Gruß.

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    • 21. Mai 2013 um 17:07

      Hallo Viola,
      Er hat das Geld zurückgegeben. Das habe ich geschrieben. Aber ich habe nicht geschrieben, das danach passiert ist, weil ich mich nicht mehr genau erinnere. Aber wenn ich so überlege … ich weiß es nicht genau, aber ich glaube, die allgemeine Meinung der Gruppe war, dass er schon was nehmen soll. Das sind aber so Details, wo ich mir nicht sicher bin. Der Prozess ging drei Stunden und ist schon drei Jahre her. Da waren noch ziemlich viele interessante Dynamiken, die ich nicht mehr im einzelnen Fall erinnere. Was ich in dem Text versucht habe wiederzugeben, ist die ethische und spirituelle Schlussfolgerung aus dem ganzen Prozess. Aus Platzgründen habe ich auch nur zwei Fälle erwähnt – die zwei markantesten. Insgesamt gab es noch viele Facetten und individuelle Schicksale. Es würde sich lohnen, das detailliert auszuwerten. Aber ich habe keine Aufzeichnungen von der Session, um das nachvollziehen zu können.
      Das betretene Schweigen bezog sich auf seinen ersten Auftritt. Sein zweites Vortreten wurde dann natürlich gut aufgenommen. Ob das nun viel oder wenig Geld war, lässt sich von heute aus nicht entscheiden. Das war während der Aktion aber sehr fühlbar.

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  19. 20. Mai 2013 um 18:53

    Es ist richtig, dass sich bewährte Verfahren wiederverwendet werden. Das zeigt sich auch daran, dass man sich den Menschen am einfachsten verständlich macht, indem Parallelen zum Gewohnten aufgezeigt werden. Anhand von Bilder aus dem Alltag kann man aufzeigen was anders und was gleich ist. Da Gleiche wurde gut herausgearbeitet. Aber wp ist der Unterschied? Vorschlag: Geld ist ein Kulturgut kein sprituelles Gut. Im Umgang mit Geld kann man sich an die Regeln der Spiritualität, an die des Gelds (die sich verselbstständig haben) oder an Beiden halten. Es ist aber immer notwendig genau zu unterscheiden von welchem Kontext der Begriff verwendet Schuld im sprituellen und wirtschaftlichen Kontext sind sich ähnlich, das eine baut vielleicht auf dem anderen auf, ob etwas Gutes oder gar Besseres daraus wurde, ist eine andere Sache. Sie zu vermischen, heisst das eine grösser zu machen als es ist und damit das andere kleiner zu machen.

    Ein Kulturgut kann sich schnell ändern, es ist eher eine Mode als ein Fakt. Dass es sich des Wortschatzes,den Gepflogenheiten und gewohnten Ansichten bildreich bedient, zeigt nur, dass es diese instrumentalisieren kann – meist im eigenen und nicht um ursprünglichen Sinn.

    Der Grundbauplan des Menschen wird für den Menschen verbindlich bleiben, solange es Menschen gibt.

    Aber danke, der Artikel war mal was ganz anderes – für mich.

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  20. 19. Mai 2013 um 21:47

    Einer der besten Blogartikel, die ich je gelesen habe!

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  21. 19. Mai 2013 um 12:22

    Spannend zu lesen! Mich würde interessieren, wieviel das Seminar gekostet hat (lach!)?
    Vor ein paar Jahren waren mal diese Schenk-Kreise aktuell, die haben ähnliche Prozesse ausgelöst.
    Ich überlege jetzt natürlich, wieviel ich genommen hätte… Jedenfalls nicht wenig, denn mein Wunsch wäre es, mal ein richtiges Fest zu veranstalten und dazu einladen zu können, ohne auf’s Geld schauen zu müssen. 20 Euro würden da nicht reichen, und die hätte ich ja immer.
    Ansonsten möchte ich eigentlich nur angemessen für meine Arbeit bezahlt werden. Man muss mir kein Geld schenken. Geschenke wie Wertschätzung, Vertrauen, Liebe, Achtung, Freundschaft und Humor nehme ich dagegen sehr gern an:-) Sie haben aber nichts mit Geld zu tun – bzw. sollten es nicht.
    Danke für den inspirierenden Blog-Post!

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    • 19. Mai 2013 um 14:38

      Hallo Petra,
      soweit ich mich erinnere, hat es ca. 600 € zzgl. Unterkunft und Verpflegung für 5,5 Tage gekostet. Also „normale Preise“ in der Eso-Szene und wesentlich billiger als Business-Seminare und Coachings. Die 4000 € wurden allerdings von einer Teilnehmerin gespendet, die das Experiment spannend fand und gerade eine hübsche Summe Geldes geerbt hatte und damit etwas Gutes tun wollte.

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  22. 19. Mai 2013 um 11:19

    Lieber Ronald, wie oft habe ich diese Diskussionen über Geld schon mit Menschen in meinen coachings geführt. Und nun dieser wunderbare Beitrag, diese klare Zusammenführung und komplexe Schmiede eines uralten Bedürfnisses. Danke, was für ein Start in den Tag, deine Ada

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